Warum Eltern oft doppelt versichert sind – und was das kostet,

Warum Eltern oft doppelt versichert sind – und was das kostet

Einleitung

Die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland ist krankenversichert, wobei die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV) die beiden Hauptsäulen bilden. Ein Phänomen, das dabei oft auftritt, ist die doppelte Versicherung, insbesondere bei Eltern. Dieser Blogartikel beleuchtet die Hintergründe, die Gründe für die doppelte Versicherung von Eltern und die finanziellen Folgen, die damit verbunden sind.

Was bedeutet doppelte Krankenversicherung?

Unter doppelter Krankenversicherung versteht man den Umstand, dass eine Person in zwei verschiedenen Krankenversicherungssystemen gleichzeitig versichert ist. Dies kann sowohl im Rahmen der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherung geschehen. Für Eltern bedeutet dies häufig, dass beispielsweise beide Partner in einer gesetzlich und einer privat geführten Krankenversicherung versichert sind, oder dass beide Elternteile zusätzliche private Krankenzusatzversicherungen abgeschlossen haben.

Arten der doppelten Versicherung

  1. Gesetzlich und privat: Ein Partner ist gesetzlich versichert, der andere privat.
  2. Zwei Privatversicherungen: Beide Partner haben eine private Krankenversicherung.
  3. Zusatzversicherungen: Beide Elternteile haben Zusatzversicherungen, die bestimmte Leistungen im Gesundheitswesen abdecken.

Warum kommt es zu doppelten Versicherungen bei Eltern?

Die Gründe für eine doppelte Versicherung sind vielfältig und oft durch individuelle Lebenssituationen bedingt.

1. Unterschiedliche Versicherungsarten

Wenn ein Elternteil beispielsweise selbstständig ist und in die PKV eintritt, während der andere Angestellte ist und in der GKV bleibt, entstehen unterschiedliche Versicherungsarten.

2. Berufliche Veränderungen

Eltern durchlaufen im Laufe ihrer Karriere verschiedene berufliche Phasen, die Auswirkungen auf ihre Krankenversicherung hatten. Ein Wechsel in die Selbstständigkeit nach der Geburt eines Kindes, zum Beispiel, kann dazu führen, dass der bisherige GKV-Versicherte plötzlich in der PKV landen möchte.

3. Zusätzlicher Versicherungsschutz

Viele Eltern schließen neben der Grundversicherung zusätzliche polnische oder stationäre Zusatzversicherungen ab, um die medizinische Versorgung für sich und ihre Kinder zu verbessern. Diese zusätzlichen Policen können schnell einen doppelten Versicherungsschutz hervorrufen.

Kosten der doppelten Krankenversicherung

1. Monatliche Prämien

Die finanzielle Belastung einer doppelten Versicherung kann erheblich sein. Wenn beide Elternteile in einer privaten Krankenversicherung sind, summieren sich die regelmäßigen Prämien zu einem hohen Betrag. In Deutschland variieren diese Kosten je nach Anbieter und Tarif, können aber schnell bei über 400 Euro pro Monat für jede Person liegen.

2. Zusatzkosten durch Beitragszahlungen

Eltern könnten in der Versuchung stehen, eine private Zusatzversicherung abzuschließen, um beispielsweise Wahlleistungen im Krankenhaus in Anspruch nehmen zu können. Diese Versicherungen kosten in der Regel zwischen 30 und 200 Euro pro Monat.

Beispielrechnung für eine Familie:

  • Monatliche Prämien für zwei PKV-Verträge: 800 Euro
  • Monatliche Zusatzversicherungen: 100 Euro
  • Monatliche Gesamtausgaben: 900 Euro für die Krankenversicherung

3. Überlappende Leistungen

Wenn beide Elternteile in verschiedenen Systemen versichert sind oder zusätzliche Versicherungen abgeschlossen haben, zahlen sie möglicherweise für dieselben oder überlappende Leistungen. Dies bedeutet, dass sie unter Umständen für Leistungen bezahlen, die sie nicht benötigen – ein finanzieller Nachteil.

Alternativen zur doppelten Versicherung

1. Familienversicherung in der GKV

Eine Möglichkeit, die doppelten Kosten zu vermeiden, ist die Nutzung der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. In Deutschland können Ehepartner und Kinder unter bestimmten Bedingungen beitragsfrei mitversichert werden.

2. Wechsel in die PKV

Wenn ein Elternteil in die private Krankenversicherung wechselt, könnte der andere ebenfalls in Erwägung ziehen, in die PKV zu wechseln, um die Doppelversicherungen zu reduzieren und bessere Leistungen zu erlangen. Hier gilt: Die PKV kann signifikante Vorteile bieten, doch es ist wichtig, die finanziellen Risiken genau zu prüfen.

3. Zusätzliche Leistung wählen

Eltern sollten prüfen, welche ihrer aktuellen Versicherungen die besten Leistungen bieten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Es kann sinnvoll sein, unnötige Zusatzversicherungen abzulehnen und stattdessen in hochwertige, umfassende Policen zu investieren.

Statistiken zur doppelten Krankenversicherung

Laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2022 haben mehr als 20 % der Befragten in einem Haushalt eine doppelte Versicherung, wobei die meisten Ratschläge zur Reduzierung der Sicherheit ignoriert werden – vor allem unter jungen Familien.

Ursachen für die Ignorierung

  • Mangelnde Informationen über die preislichen Vorteile von Versicherungsvergleichen.
  • Die Angst, im Falle eines wechsels notwendige medizinische Leistungen zu verlieren.

Tipps zur Vermeidung doppelter Versicherungen

1. Informationsvergleich

Nutzen Sie Versicherungsvergleiche und informieren Sie sich über die möglichen Kosten und Vorteilen von verschiedenen Versicherungstarifen.

2. Beratung einholen

Die Inanspruchnahme einer unabhängigen Versicherungberatung kann Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen und somit doppelte Versicherungen zu vermeiden.

3. Regelmäßige Prüfungen

Eine regelmäßige Überprüfung des Versicherungsschutzes ist sinnvoll. Leicht lunare Änderungen im persönlichen oder beruflichen Leben können signifikante Veränderungen in den Versicherungsanforderungen nach sich ziehen.

Fazit

Doppelte Versicherungen sind ein häufiges Phänomen bei Eltern in Deutschland und können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Die Gründe sind vielfältig, angefangen bei beruflichen Veränderungen, über unterschiedliche Versicherungsarten bis hin zu zusätzlichen Absicherungen. Um diese Kosten zu vermeiden, sind Informationsvergleiche, Beratung und regelmäßige Überprüfungen des Versicherungsschutzes unerlässlich. Eltern sollten sich gut informieren und kritisch hinterfragen, ob eine doppelte Versicherung tatsächlich nötig ist. Eine kluge Wahl und sorgfältige Planung können dazu beitragen, Kosten zu sparen und gleichzeitig einen ausreichenden Gesundheitsschutz für die Familie sicherzustellen.

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